Montag, 28. März 2016

Rezension All die schönen Dinge von Ruth Olshan

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
Verlag: Oetinger (22. Februar 2016) 
Sprache: Deutsch 
Reihe: Nein 
Empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre 

Kurzbeschreibung: Tammie hat eine Vorliebe für Pistazieneis. Und für Sprüche. Genauer gesagt: für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. Ein etwas ungewöhnliches Hobby für eine 16-Jährige. Weniger ungewöhnlich wird es, wenn man weiss, dass Tammie ein Aneurysma im Kopf hat. Das hat es sich dort inmitten ihrer Synapsen bequem gemacht und kann jeden Moment explodieren. Oder eben nicht. Das ist die entscheidende Frage und um die kreist ziemlich viel in Tammies Leben. Erst als Tammie eines Tages auf dem Friedhof einen Jungen kennenlernt, der an Grabsteinen rüttelt, ändert sich von Grund auf alles für sie.



Meine Meinung:
Sprüche von Grabsteinen sammeln zählt nicht jeder zu seinen liebsten Hobbys. Tammies Interesse an außergewöhnlichen Grabsprüchen ist allerdings unschlagbar. Genauso wie ihre Vorliebe für Pistazieneis. Dass es noch weitaus mehr kuriose Fakten über Tammie zu erfahren gibt, weiß man spätestens nach dem Durchlesen des Klappentextes.

Tammie hat mir als Protagonistin unheimlich gut gefallen. Ich finde es toll, dass sie trotz der "tickenden Zeitbombe" in ihrem Kopf, dem Aneurysma, nicht aufgehört hat zu leben und sich auch nicht deprimiert damit abfindet oder überstürzte Sachen tut. Sie lebt einfach normal weiter, hat aber im Hinterkopf trotzdem Gedanken über ihre Krankheit. Und ich finde das ist okay! Auf dem Friedhof lernt sie auch Fynn kennen, der für mich genau der richtige Deckel für Tammie war. Auch er besitzt eine seltsame Art an sich, die zum einen witzig aber auch sympathisch und anziehend ist. Und genau solch eine Schulter braucht Tammie zum anlehnen.

Sie kommen sich näher und entdecken zusammen irgendwie die Welt neu. Sie achten auf Dinge, die ich wahrscheinlich nicht mal merken würde, wenn ich direkt hinschaue. Und das hat mir so gut gefallen. Ihre Gedanken schweifen um Fragen, die sich niemand stellt und finden Antworten, die noch lustiger sind. Unterhaltung pur auf einer ganz anderen Ebene! Die Entwicklung der Geschichte ist genauso schön wie das Ende: einfach aufregend auf eine emotionale Art.

Ich kann eine klare Leseempfehlung an Leser herausgeben, die Bücher von John Green oder auch Eleanor & Park mögen. Ein Paar, das Unterhaltungen führt, die man einfach liebt und denen man sehr gerne zuhört. Wobei im Hinterkopf immer etwas schlummert, das alles ganz plötzlich wieder kaputt machen kann.

                                                           Fazit                                                                   

"All die schönen Dinge" von Ruth Olshan bietet Lesern, die "Eleanor & Park" oder auch "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" liebten, ein weiteres aufregendes und emotionales Leseerlebnis. Tammie lebt trotz der "tickenden Zeitbombe" in ihrem Kopf gelassen und jede Sekunde und hat eine Leidenschaft für Sprüche, die auf Grabsteinen stehen. 5/5 Punkte.


Danke Oetinger!

Kommentare:

  1. Hallöchen Liss,
    ich habe ja schon einige Rezension zu dem Buch gelesen, aber ich muss zugeben, dass mich keine so angesprochen hat wie deine! :D Also danke dafür, jetzt würde ich das Buch am liebsten sofort lesen. ^^

    Liebst, Lotta

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    1. Hey Lotta ♥
      ohhh, dein Kommentar erwärmt wirklich mein Herz. :) Danke!
      Dann ab auf in den Buchladen und sofort kaufen, hehe ;)

      Viele liebe Grüße an dich zurück!

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  2. Huhu liebe Liss,

    wow, so eine wundervolle Rezi! <3

    Das Buch habe ich schon eine Weile im Auge, aber du hast es jetzt geschafft, dass ich es am liebsten sofort kaufen möchte! *-*
    Schon das Cover ist so wundervoll...

    Danke für deine tolle Rezi und den Gedankenanstoß! :)

    Ganz liebe Grüße und Dir noch einen schönen Dienstag,
    Hannah
    <3

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  3. Hey Liss
    Da gestern meine Rezension zu "All die schönen Dinge" online gegangen ist, schaue ich nun, wie das Buch anderen Lesern gefallen hat.
    Ich bin ja immer etwas skeptisch, wenn ein Buch mit Spitzentitel wie hier zum Beispiel mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" 'verglichen' wird. Das schürt Erwartungen und ob eine Geschichte denen dann gerecht werden kann ....
    Mir hat aber "All die schönen Dinge" auch gut gefallen, doch im Laufe der Story wurde mir der Fokus zu sehr auf Okay geschwenkt.
    lg Favola

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