Freitag, 28. Dezember 2012

Rezension Graveminder von Melissa Marr


Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch (12. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492268900
ISBN-13: 978-3492268905
Originaltitel: Graveminder






Kurzbeschreibung:
Jede Generation hat ihre eigene Totenwächterin. Bei Beerdigungen spricht sie die magischen Worte über dem frischen Grab: »Drei Schlucke, um sie zu bannen. Nicht mehr und nicht weniger.« Doch was geschieht, wenn es kein Grab gibt? Wenn die Tote ein junges Mädchen ist, das auf grausame Weise ermordet wurde und nun auferstanden ist, um Rache zu nehmen? Für Rebekkah, Graveminder des idyllischen Claysville, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Sie muss ihre Stadt vor der hungrigen Toten schützen. Und nur Byron, ihre große Liebe, steht ihr bei …
Quelle: Piper Fantasy


Meine Meinung:
Melissa Marr entführt uns in eine Welt so düster und dunkel, dass es schon sehr beklemmend wirkt. Dieser Roman ist wirklich sehr bedrückend und dunkel und hat mir deswegen auch oft den Lesespaß verdorben. Spaß und auch die Liebe, Hoffnung, Freude fehlte für mich in dem Buch.

Es geht darum, dass die aktuelle Totenwächterin stirbt, die dafür sorgt, dass die Toten auch wirklich in ihrem Grab bleiben. Somit muss eine neue Totenwächterin, oder auch Graveminder genannt, diese Aufgabe übernehmen. Dies tut keine geringere als Rebekkah. Dabei beschützt sie ihr langjähriger guter Freund Byron, mit dem sie allerdings so ihre Probleme hat.

Rebekkah ist für mich eine eher unsympathische Protgonistin. Sie ist so traurig, bedrückt, unsicher und kann sich kaum entscheiden was sie eigentlich wirklich will. Byron hingegen liebt sie so offensichtlich, dass es dem Leser schon das Herz bricht, weil sie seine Liebe nicht erwidert. Dabei will sie ihn trotzdem immer bei sich haben, will sogar, dass er neben ihr oder manchmal sogar mit ihr im Bett schläft. Und dann verstößt sie ihn oder geht am nächsten Tag früh weg und er macht er es trotzdem immer wieder. Mir tut Byron so leid, aber irgendwie lernt er es auch nicht. Wie kann man immer wieder dem Mädchen hinterher rennen. Ich verstehe das nicht. Und dieses Gezeter und Hin und Her zieht sich über 300 Seiten. Das war manchmal sehr nervig. Vor allem da die beiden sich immer wieder darüber unterhalten haben und es jedes mal das gleiche war und sich nie einigen konnten. Die beiden Hauptcharaktere sind eigentlich ziemlich gut herausgearbeitet, wenn sie auch für mich unsympathisch sind und ich niemals so handeln würde wie die beiden. Es gibt ja so Leute. ;) Die anderen Charaktere wurden meist nur angeschnitten und blieben etwas oberflächlich.

Nächster Kritikpunkt ist die Handlung. Am Anfang wird man direkt reingeworfen und kann man den ganzen Namen kaum etwas anfangen. Vieles wird auch erst nach und nach erklärt. Doch nach dem Einstieg passiert 200 Seiten ziemlich wenig. Bis es dann dazu kommt, dass die zwei ihren Job machen sind wir auf Seite 300 angelangt. Es wird geredet und geredet und die Spannung geht leider sehr verloren. Zu der eigentlichen Jagd auf eine Tote, wohl eher als zufälliges Treffen zu bezeichnen, kommt es erst in den letzten 80, 90 Seiten, die aber dann noch einmal spannend waren. Zum Glück. :) Es kamen ebenfalls einige Gegebenheiten ans Licht und es wurde noch einmal kräftig aufgeschoben um den Leser am Ende am Buch zu behalten.

Die Idee und was dahiner steckte an sich war ja wirklich gut und ich hatte mir das auch echt ganz anders vorgestellt. Alles ergab Sinn und wäre, wenn man es toll verpackt hätte denke ich echt gut geworden. Was Frau Marr daraus gemacht hat entsprach leider nicht meinen Vorstellungen und konnte mich nicht begeistern. Ich denke man hätte die Geschichte etwas spannender und freundlicher gestalten können.

Fazit                                                                                                                              

Ein sehr träger, dunkler, trauriger und beklemmender Gruselroman, der leider eher nichts für mich war. Die Spannung geht in der Mitte ziemlich verloren und auch die Geschichte hätte etwas besser verpackt werden können.
2/5 Punkte.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Piper Verlag für dieses Exemplar. :)

Kommentare:

  1. Oha! Das hätte ich gar nicht erwartet. Habe von Melissa Marr, die Feenreihe begonnen. GEGEN DAS SOMMERLICHT hat mich total begeistert, habe mir von meinem Weihnachtsgutschein gerade Band II bestellt. Hätte nicht erwartet, dass das Buch doch so viele Schwächen aufweist. Danke für die gute Rezi. Vielleicht belasse ich es bei der Feenreihe :D

    LG
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Feenreihe kenne ich gar nicht. Aber vllt ist die Reihe ja besser. :)
      Danke. gleich mal googln. ;)

      LG. :*

      Löschen
    2. Also von dem was du schreibst hat mir Teil Eins: Gegen das Sommerlicht auf jeden Fall besser gefallen, als Graveminder. :)

      Löschen