Montag, 12. September 2016

Rezension Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen von Cornelia Franke

Taschenbuch: 320 Seiten 
Verlag: cbt (11. Juli 2016) 
Sprache: Deutsch 
Reihe: Nein 
Empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Kurzbeschreibung: Jess' große Leidenschaft sind Filme und seit dem Tod ihrer Mutter ist das Kino ihr zweites Zuhause. So scheint es ein Leichtes, für ein Schulprojekt einen Blog über ihr Lieblingsthema ins Leben zu rufen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Und dann ist da auch noch Marvin, der plötzlich mehr von ihr will, als nur der hilfsbereite Freund zu sein. Langsam merkt Jess, dass sich das Leben durchaus nicht immer wie im Film abspielt ...

 

Meine Meinung:
"Wär mein Leben ein Film" beginnt mit viel Film und endet mit viel Liebe. Dabei liegt der Fokus auf beidem und es wird versucht viele Probleme in ein Buch zu bringen und alles zu einem tollen Ende zu bringen. Das war leider auch mein größter Kritikpunkt. Es geht einfach alles zu rosig aus. Am Ende ist alles perfekt, alle sind glücklich und irgendwie hätte ich hier ein Überbleibsel gebraucht, sodass ich das Buch beruhigt zuschlagen kann.

Jess ist ein normales Schulmädchen, das mit seinem Vater alleine wohnt, der allerdings fast nie da ist, da er sich in die Arbeit stürzt und auch am Wochenende gerne arbeitet. Aus diesem Grund flüchtet sich Jess in den Film. Sie will ein bisschen der Realität entkommen und in andere Welten und Leben eintauchen. Doch dann gerät ihr Leben außer Kontrolle, denn es kommt ein Geheimnis über ihre schon jahrelang verstorbene Mutter ans Licht. Die Themen Film, Familie, Schule und Freunde wurden auf die knapp 300 Seiten verstreut und man hatte das Gefühl, dass vieles nur kurz angerissen war.

Die Beziehung zu ihrem langjährigen besten Freund ging für mich viel zu schnell. Am Anfang ist sie noch am überlegen und will ihn nie sehen und plötzlich sagt sie aus heiterem Himmel: Ja ich will mit dir zusammen sein. WAS? Das habe ich leider nicht verstanden. :( Die Sache mit der Mutter wurde allerdings toll gelöst. Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet, obwohl ich schon die ganze Zeit überlegt hatte, was denn vorgefallen war. Meine heiße Vermutung waren ja Pornos. :D

Ansonsten liest sich das Buch jugendlich, leicht und schnell und passt perfekt zu Jess. Trotzdem war der ständige und immerwährende Bezug zum Film mit der Zeit etwas nervig. Man hätte es nicht immer aufgreifen müssen.

                                                      Fazit                                                                    

"Wär mein Leben ein Film, würd ich eine andere Rolle verlangen" behandelt für mich zu viele Themen in einem Buch, die dann jeweils nicht tief genug gehen und viel zu rosig enden. Die Sache mit Jess' Mutter hingegen fand ich super gelöst. Ich bin zwiegespalten und weiß nicht genau, wie ich das Buch finden soll. Mhh.. Daher 3/5 Punkte.


Danke cbt!

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