Montag, 6. April 2015

Rezension Poolparty von Cornelia Franz


  • Taschenbuch: 220 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. März 2015)
  • Sprache: Deutsch
  • Reihe: Nein
  • Empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre

  • Kurzbeschreibung: Cap ist siebzehn, sieht gut aus und will alles, was die Welt ihm vermeintlich schuldig ist: Partys, Mädchen, Spaß, ein richtig cooles Leben. Nur dumm, dass er auf der falschen Seite der Stadt aufwächst – auf der Hamburger Veddel, wo seine Mutter für wenig Geld hart arbeitet. Als Cap zufällig mitkriegt, dass an der feinen Elbchaussee eine Party steigt, will er auch dabei sein. Er schafft es an den Türstehern vorbei, und als die hübsche Lara, mit der er heftig flirtet, ihn irrtümlich für Valentin, den Sohn des Hauses, hält, fühlt sich das so gut an, dass er den Fehler nicht aufklärt. Bis die Sache immer mehr aus dem Ruder läuft ...




    Meinung:
    Poolparty ist ein sehr kurzes und knappes Buch, wobei es allerdings schnell zur Sache geht. Cap ist ein typischer Jugendlicher, der nicht allzu viel hat, aber gern mehr hätte. So gibt er sich kurzerhand als ein reicher Schnösel aus, dem eine pompöse Villa in einem gehobenen Stadtviertel gehört, auf dessen Party er sich spontan geschlichen hat. Denn er hat ein Mädchen kennengelernt. Und er möchte sie beeindrucken.

    So entsteht aus einem kurzen Spaß ein großes Netz aus Lügen, die sich immer weiter zuspitzen. Cap schafft es trotzdem immer wieder diese Lüge aufrechtzuerhalten. Das war wirklich beeindruckend. Das Ganze spitzt sich immer weiter zu bis der eigentliche Besitzer der Villa sein Spiel bemerkt und auf seine eigene Weise mit einsteigt. Ab da an war es rasant und spannend bis zum letzten Satz. Es passieren ziemlich schlimme Dinge und eine Jagd, bei der man am Ende nicht mehr weiß, wer Jäger und wer der Gejagte ist.

    Lara, das Mädchen, was Cap beeindrucken möchte, ist allerdings ein bisschen blass geblieben. Der Fokus liegt auf Cap und seine zwei so unterschiedlichen Leben, die er vorspielt. Die Sache zwischen Cap und Lara hätte man ein bisschen mehr ausschmücken können, da am Ende doch alles sehr schnell geht und die Gefühle ziemlich schnell entstehen, dafür, dass sie ihm ja doch nicht so ganz über den Weg traut.

    Cap habe ich nicht immer ganz verstanden. Zu Beginn fand ich die Sache noch ziemlich lustig, aber als es dann ernsthaft zur Sache ging, hätte ich viel früher den Mund aufgemacht, aber man weiß ja nie, was in einem Teeniehirn so alles abgeht. Ebenfalls das Verhalten zu seiner Mutter, die ihm wirklich nichts böses will, konnte ich an manchen Stellen nicht ganz nachvollziehen. Dass er manchmal keine Lust auf Schule hat, okay, aber dass er über Nachte hinweg, ohne ein Wort wegbleibt, finde ich nicht in Ordnung; liegt aber bestimmt auch ein meiner Erziehung. ;)

                                                      Fazit                                                      

    "Poolparty" ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein kleiner Schwindel am Anfang zu einem ganzen Netz aus Lügen wird. Wenn man erst einmal anfängt, ist es schwer da wieder rauszukommen. Erst recht, wenn es um ein Mädchen geht. ;) Dabei spitzt sich die ganze Sache allerdings dramatisch zu und könnte tödlich enden. Spannend! 4/5 Punkte.


    Danke dtv!


    Kommentare:

    1. Spannend ist der Roman auf alle Fälle und er dürfte Jungen, wie auch Mädchen gefallen.

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      1. Liebe Beatrix,
        da hast du recht. :) Vor allem die Perspektive aus der Sicht des Jungen wird da ein gutes Mittelmaß sein.

        Viele Grüße!

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    2. Ich habe immer gar nicht die Zeit, auf Antworten zu reagieren. Aber es ist auch noch nach Monaten für mich schön, wenn wir da einer Meinung sind.

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