Freitag, 31. Oktober 2014

Rezension Wer denkt heute schon an morgen? von Denise Deegan





  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: cbt (13. Oktober 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • Reihe: Ja  |  Teil 2 von 3
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
  • Originaltitel: And for Your Information

  • Kurzbeschreibung: Die 16-jährige Sarah hat es satt: Ihre besten Freundinnen Alex und Rachel erzählen ihr auf einmal nicht mehr alles, ihr Freund Simon hört ihr nie richtig zu und ihr Vater hat ihre Mutter für eine andere verlassen. Für Sarah scheint sich niemand zu interessieren, dafür sind alle viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Doch dann lernt sie Shane kennen und lieben. Shane, der sie versteht und für sie da ist. Der einen besseren Menschen aus Sarah macht und ihr Leben von Grund auf verändert. Aber Shane ist krank und ihnen bleibt nicht mehr viel Zeit …

    Quelle: cbt


    Meine Meinung:
    Ich hab, bis ich das Buch Zuhause in den Händen hielt, nicht gewusst, dass es der 2. Band einer Reihe ist. Aber ich hab es trotzdem einfach gelesen und kann sagen, dass es überhaupt nichts ausmacht. Ich habe trotzdem alles verstanden, was es zu verstehen galt. :)

    Sarah findet ihr Leben ganz schön kompliziert. Sie hat reiche Freunde, die fast jeden Tag shoppen gehen, wobei sie sich nie was kaufen kann. Dabei scheinen sich ihre Freundinnen untereinander mehr zu erzählen als Sarah. Und ihre Mutter ist total weggetreten, da Sarahs Vater sie verlassen hat und das lässt sie nun an ihrer Tochter aus. Ein bisschen Teenie-Kram und ein bisschen Schicksal vereinen sich in diesem Buch. Das ganze resultiert in einem Diebstahl, wodurch sie zum Therapeuten und soziale Stunden ableisten muss. Im Behindertenheim lernt sie Shane kennen und damit ändert sich für Sarah alles..

    Man kann Sarah Probleme und ihre Ängste im ersten Teil des Buches sehr gut spüren. Mit der sozialen Arbeit ändert sich vieles rasch. Dass nun auch noch ihre Mutter ihr Leben gebacken kriegt, war fast zu schön um wahr zu sein, denn so scheint schon nach der Hälfte des Buches alles wieder heil zu sein. Umso erstaunlicher ist es, dass man dann nicht weiß, was in der anderen Hälfte passiert.

    Das wirklich schöne sind die vielen Themen, die angetastet werden. Es geht um Schule, Zukunft, Vertrauen, Freunde, Liebe, Familie. Alles, was ein Jugendlicher am Ende der Schulzeit mit sich herumschleppt und bewegt. Und dabei hat man nicht das Gefühl, dass Themen auf der Strecke bleiben. Alles wird mit viel Geduld und Gefühl zur Hand genommen. Das hat mir gut gefallen und mich mit Sarah fühlen lassen. Ebenfalls durfte ich die Gefühle von Sarah alle selbst miterleben und mitfühlen, weshalb ich gegen Ende fast weinen musste, da Frau Deegan noch einmal die volle Ladung zu lesen gibt.

    Dabei repräsentiert Sarah einfach nur ein normales Schulmädchen, dass sich verliebt und sich manchmal missverstanden fühlt. Gerade wegen dieser Normalität lässt man alles sehr nah an sich heran und überlegt, wie es wäre, wenn es einem selbst einmal so ergehen würde. Das hat mich sehr berührt.

    Fazit                                                                                                                                                                           

    "Wer denkt heute schon an morgen?" ist ein Buch über ein ganz normales Mädchen, das sich Herz über Kopf verliebt. Themen wie die Familie, Freunde, Schule oder die berufliche Zukunft werden dem Leser dabei mit viel Fingerspitzengefühl näher gebracht und behandelt. Ein wirklich schönes, berührendes Buch. :) 5/5 Punkte.

    Danke cbt!




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