Dienstag, 15. Juni 2021

Rezension Wie du mich siehst von Tahereh Mafi



Herausgeber: ‎ FISCHER Sauerländer; 2. Edition (27. November 2019) 
Sprache: ‎ Deutsch 
Gebundene Ausgabe: ‎ 352 Seiten 
Originaltitel: ‎ A Very Large Expanse of Sea

  • Kurzbeschreibung: Eine Kleinstadt in den USA: Shirins Alltag ist zum Albtraum geworden. Sie hat genug von den unverschämten Blicken, den erniedrigenden Kommentaren und den physischen Attacken, die sie ertragen muss, weil sie Muslima ist. Sie flüchtet sich ins Musikhören und in das Breakdance-Training mit ihrem Bruder und dessen Freunden. Shirin hat beschlossen, niemandem mehr zu trauen. Bis sie an ihrer neuen High School den Jungen Ocean trifft. Er ist der erste Mensch seit langem, der Shirin wirklich kennenlernen möchte. Erschrocken weist Shirin ihn harsch zurück. Ocean ist für sie aus einer Welt, aus der ihr bisher nur Hass und Ablehnung entgegenschlugen. Aber dann kommt alles anders ...

    Meine Meinung:
  • Von der Autorin kannte ich bisher nur die Shatter-Me Reihe, welche ich geliebt habe. Leider wird sie nicht weiter ins Deutsche übersetzt. Also habe ich zu diesem Büchlein gegriffen. Allerdings hat es ein ganz anderes Thema und Setting. Es soll sehr autobiografisch sein und hat sich auch so angefühlt.

    Dabei geht es um die junge Shirin, die auf eine ganz normale Schule geht. Jedoch wird sie als ein Mädchen, das ein Kopftuch trägt, so kurz nach den Ereignissen des 11. Septembers, als nicht ganz normal in ihrer Schule angesehen. Dabei muss man anmerken, dass sie die Tochter einer Botschafterin (glaube ich??) ist und deshalb immer wieder auf eine neuen Schule von Neuem beginnt. Das hat sie natürlich ziemlich abgehärtet. Sie findet und sucht sich kaum neue Freunde.

    Im Biologie-Unterricht lernt sie dann Ocean kennen, der sofort von ihr fasziniert ist. Doch das mit den beiden artet dann in eine ziemlich komplizierte Sache aus. Dabei kommen die Traditionen und Vorurteile sehr gut ins Spiel, wobei Shirin auch eine echte anstrengende Protagonistin ist. Sie lässt halt wirklich niemanden an sich heran und ist von sich aus sehr ablehnend.

    Abgesehen davon hat mich jedoch Ocean etwas genervt. Er war für mich ein bisschen zu sehr der Liebe. Er hat ja wirklich alles auf eine Karte gesetzt.  Das fand ich doch etwas unrealistisch. Auch die intimen Gesprächen zwischen den beiden waren mir manchmal etwas zu seltsam. Aber ich glaube das ist sehr subjektiv und bei jedem anders. Ansonsten ist es eine schöne Geschichte mit Einblicken in das Leben von einem eher ungewöhnlichen Mädchen.

                                                                Fazit                                                             

    "Wie du mich siehst" konnte mich leider nicht so begeistern, wie viele andere Leser. Für mich war es etwas übertrieben und unrealistisch. Jedoch waren die Einblicke in die autobiografische Welt Tahereh Mafis mal etwas ganz neues. 3/5 Punkte.

    Danke Sauerländer!



    1 Kommentar:

    1. Interessante Vorstellung. Ich mag solche Themen aus dem Alltag, die für einen selbst gar nicht unbedingt so präsent sind.

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